Den alten Wagen loswerden und einen neuen kaufen. Für viele Autobesitzer ist das derzeit eine Option. Die Marktentwicklung gibt ihnen recht. Im Durchschnitt halten sich Gebrauchtwagenpreise auf konstant hohem Preisniveau. Das zollpolitische Chaos und die Situation der deutschen Stahlindustrie haben dazu beigetragen. Was noch dazukommt: Im Winter erzielt man beim Fahrzeugverkauf in vielen Fällen höhere Preise. Aber worauf sollte man achten?
Das sagt die DAT-Erhebung über den aktuellen Automobilmarkt
Regelmäßig gibt die Deutsche-Automobil Treuhand (DAT) Erhebungen zum Automarkt heraus. Bei den Zahlen zum Autoverkauf sticht eine Tendenz ins Auge: Die Unsicherheiten im Bereich der Automobilindustrie haben bewirkt, dass Verbraucher beim Neuwagenkauf in den letzten Jahren zurückhaltend waren. Zeitgleich sind die Preise für gebrauchte Fahrzeuge auf einem konstant hohen Niveau geblieben. 2024 betrug der statistische Durchschnittswert beim Gebrauchtwagenverkauf laut DAT-Report 18.600 Euro. Das sind stattliche 4000 Euro mehr als im Jahr 2020. Momentan halten sich die Preise auf einem hohen Level. Experten vermuten, dass man bis zum Frühjahr noch profitieren kann. Wie die Karten danach gemischt werden? Das lässt sich schwer vorhersagen.
Unkomplizierter Verkauf nach Schätzpreis ist über spezialisierte Händler möglich

Wer nicht lange nach Käufern suchen und Preise aushandeln will, kann über einen passenden Händler sein Auto verkaufen. Dieser Weg bringt wesentliche Vorteile. Er ermöglicht eine unkomplizierte Schätzung des alten Gebrauchtwagens. Auf Basis dieser Schätzung wird ein Ankauf angeboten. Damit kann der Gebrauchtwagen unverzüglich in Geld für den Neukauf umgewandelt werden. Eine gute Option für Verbraucher, die schnell ein Zeitfenster für den Verkauf nutzen wollen.
Die wichtigsten Vorteile:
- – kostenlose Schätzung des Gebrauchtwagens mit einem angeleiteten Online-Formular
- – bei Einverständnis mit dem geschätzten Preisangebot ist ein Direktverkauf möglich
- – auf Wunsch holen die Händler den Gebrauchtwagen beim Verkäufer ab
- – Händler kümmern sich um bürokratische Formalia wie die KFZ-Ummeldung
Viele Faktoren können den Preis beeinflussen
Statistische Durchschnittspreise entscheiden nicht über den Preis im konkreten Einzelfall. Wie viel Geld man erzielt, hängt vom Zustand des Wagens, von der Kilometerzahl und von Reparaturen ab. Tatsache ist: Ein aktueller TÜV kann den Preis stark nach oben treiben. Außerdem gibt es Automodelle, die beim Sammler oder am normalen Verbrauchermarkt ein höheres Ansehen genießen und mit denen sich gute Preis erzielen lassen. Das hängt von der Marke und dem Modell ab. In der Onlineschätzung bei Händlern werden diese Faktoren deshalb haarklein abgefragt. Wer privat verkaufen möchte und bereits einen interessierten Käufer an der Hand hat, kann die Schätzung auch zu Infozwecken ausprobieren.
Wird der Gebrauchtwagenverkauf bald durch die EU reguliert?
Auch ein politischer Grund könnte für einen Gebrauchtwagenverkauf sprechen. Im Sommer gab es eine Initiative der Europäischen Union. Sie will offenbar den Gebrauchtwagenverkauf stärker regulieren. Der Automobilzustand soll geprüft werden. Die EU will den Export von Altlasten und offensichtlichen Schrottwagen unterbinden. Das bedeutet jedoch, dass man auch normalen Bürgern beim Gebrauchtwagenverkauf bald stärker in die Karten blicken könnte. Wer seinen Gebrauchtwagen mittelfristig ohnehin verkaufen möchte, sollte diesen Plan 2026 in die Tat umsetzen.
(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)